Wir gestalten Zukunft mit

Das Projekt Dezentralisierung

Wohnen, leben und arbeiten in oder nahe einer Gemeinde: Was für die meisten Menschen zum Alltag gehört, ist für Menschen mit Behinderung noch nicht selbstverständlich. Um aber diese Teilhabe an der Gesellschaft zu verwirklichen, haben wir uns auf den Weg begeben, die Behindertenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie umzugestalten. In Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz, den Kommunen und allen an diesem Prozess Beteiligten wollen wir moderne Politik für Menschen mit Behinderungen unter den Aspekten Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion umsetzen.

Das bedeutet: Weg von großen Komplexeinrichtungen, hin zu kleineren, gemeindenahen Wohneinheiten. Gleichzeitig gilt dabei auch, dass sich die Standards, was Pflege und Betreuung angeht, keinesfalls verschlechtern dürfen. Im Gegenteil: Die Lebensqualität soll sich mit der Dezentralisierung steigern - ganz im Sinne der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die auch Deutschland ratifiziert hat.

Der Startschuss zur Umstrukturierung fiel 2008, als wir eine Zukunftskonferenz durchführten. Alle Beteiligten, darunter auch die damalige rheinland-pfälzische Sozialministerin und heutige Ministerpräsidentin Malu Dreyer, formulierten ein eindeutiges Ziel mit einem Zeithorizont von zunächst zehn Jahren.

Die Projekte vor Ort: Was wird umgesetzt?

Das erste Projekt im Rahmen der Dezentralisierung ist bereits realisiert worden: 24 Menschen mit Behinderung und unterschiedlichem Unterstützungsbedarf leben seit November 2010 im Ortskern Rhaunens. In einen Neubau in Birkenfeld sind die 24 Bewohnerinnen und Bewohner eingezogen, ebenso in das neue Haus In den Weingärten in Bad Kreuznach. Weitere Projekte sind für Bad Kreuznach und Gau-Algesheim in Planung.

In Mainz-Gonsenheim wurde das Projekt "Leben in Gemeinschaft" umgesetzt. In dem Neubau mitten in Mainz-Gonsenheim leben Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren und Studierende zusammen. Grundlegend für das Projekt ist der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung.

Teilhabe am Arbeitsleben

Werkstätten für Menschen mit Behinderung bieten entsprechend ihrer Interessen und Potenziale Teilhabe am Arbeitsleben, Berufswege und Persönlichkeitsförderung
durch vielfältige Arbeitsinhalte im Dienstleistungssektor, der Eigenproduktion oder der Industriefertigung.
Berufliche Bildung und Qualifizierung erfolgen nach den Rahmenplänen anerkannter Berufsbilder und in einem individuell angepassten Schwierigkeitsgrad.
Zudem stehen weitere differenzierte Angebote zur Verfügung:

Teilhabe durch Rehabilitation

Die Rehafachdienste beraten, begleiten und behandeln Menschen mit Behinderung, insbesondere bei rehabilitativen und medizinischen Fragestellungen.
Verschiedene Zentren stehen übergreifend sowohl der Bevölkerung im Umkreis als auch geschäftsfeldintern zur Verfügung. Beispielhaft sei an dieser Stelle die Beratungsstelle für UNterstützte Kommunikation und assistive Technologien genannt.

Inklusion, Teilhabe und Schule

In zahlreichen Projekten werden Teilhabe an der Gesellschaft und Inklusion an den beiden Förderschulen, Bethesda Schule und Bodelschwingh Schule, gefördert. 

Dr. Ilka Sax-Eckes
Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Ilka Sax-Eckes
Geschäftsführerin LmB

Ringstraße 60
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