Neunkirchen | Schlaganfall-Station im Diakonie Klinikum erneut zertifiziert

Optimale Versorgung von Schlaganfall-Patienten

Bei der Versorgung von Schlaganfällen zählt jede Sekunde. Um neurologische Schäden so gering wie möglich zu halten, sind geschulte Mitarbeiter, fortschrittliche Geräte und routinierte Abläufe gefragt.

Die Fachabteilung Neurologie am Diakonie Klinikum Neunkirchen hat deshalb eine Schlaganfall-Station (engl. Stroke-Unit) geschaffen, die auf die Akut-Versorgung spezialisiert ist. Es ist eine Art Intensivstation für Schlaganfallpatienten, die eine kontinuierliche Monitorüberwachung gewährleistet.

Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe prüfen die Qualität der Infrastruktur und der Prozesse der Stroke Unit regelmäßig und konnten sie nach der Erstzertifizierung im Jahr 2012 erneut bestätigen. Die Auditoren haben den kompletten Weg des Patienten geprüft, den er im Krankenhaus durchläuft. Angefangen von der Erstversorgung in der Zentralen Notaufnahme, über die Schnittstelle Radiologie und Neuroradiologie, wo Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und eine gefäßmedizinische Untersuchung (Angiographie) durchgeführt werden, bis hin zur Stroke Unit, der Diagnostik, Therapie und Nachsorge.

Zusammenarbeit für optimale Versorgung

Der Erfolg der Zertifizierung beruht auf Teamwork: „Wir arbeiten mit internen und externen Partnern zusammen, um Schlaganfälle sofort optimal behandeln zu können. Gefäßverschlüsse können weitreichende Schäden verursachen. Deshalb ist es unser Ziel, sie rasch zu lokalisieren und aufzulösen. Nach der Akutversorgung wird unser Augenmerk auf die Ursachenabklärung des Schlaganfalles gerichtet, denn hier ist es entscheidend, weitere, oft verheerende Schlaganfälle zu verhindern“, sagt Dr. med. Andrea Teschner, leitende Oberärztin und Leiterin der Stroke Unit.