Neue Leitung in Bad Kreuznach

Diplom-Sozialpädagogin Doris Häfner-Kairo

Diplom-Sozialpädagogin Doris Häfner-Kairo übernimmt die Leitung der Wohnungslosenhilfe Bereich Bad Kreuznach

Doris Häfner-Kairo ist das neue Gesicht der Wohnungslosenhilfe in Bad Kreuznach und des Café Bunt. Die 53-Jährige feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum in der Stiftung kreuznacher diakonie und in der Wohnungslosenhilfe. Gleichzeit übernimmt sie die Leitung der Wohnungslosenhilfe am Standort Bad Kreuznach von Marlies Zimmermann, die zum 31.5.2018 in den Ruhestand geht. 
Begonnen hat Doris Häfner-Kairo 1991 auf dem Niederreidenbacher Hof, wo sie anfangs die einzige Frau im Sozialdienst war. Anschließend wechselte sie nach Bad Kreuznach. Hier nahm Mitte der 1990-er Jahre die Arbeit mit wohnungslosen Frauen ihren Anfang. Den Aufbau des Café Bunt als Anlaufstelle für in Not geratene Frauen in der Kurhausstraße hat die Sozialpädagogin gemeinsam mit Marlies Zimmermann vorangetrieben. „Ich kann mich gut erinnern, dass wir anfangs so manchen Abend unterwegs waren, um das Café Bunt als Spendenprojekt zum Beispiel bei den Landfrauen oder in Kirchengemeinden vorzustellen“, erinnert sie sich. Diese Arbeit kontinuierlich fortzuführen, ist ihr ein großes Anliegen. Seit 2011 ist die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen bereits stellvertretende Leitung am Standort Bad Kreuznach und mit dem neuen Aufgabengebiet bestens vertraut. Neben der Arbeit für in Not geratene Frauen betreut die Wohnungslosenhilfe in Bad Kreuznach seit rund zehn Jahren zunehmend auch Männer, die stationär untergebracht und begleitet werden. „In Bad Kreuznach kommt uns die Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewobau zugute“, berichtet sie über die ausgezeichneten  Erfahrungen, die die Wohnungslosenhilfe mit der dezentralen Unterbringung in kleinen Wohneinheiten gemacht hat. Die Wohnungslosenhilfe schließt zunächst einen Mietvertrag mit der Gewobau. Sobald sich die Bewohner/-innen in der Wohnung und im sozialen Umfeld eingewöhnt und die nötige Selbständigkeit vorhanden ist, können sie den Mietvertrag übernehmen. Die Mitarbeitenden der Wohnungslosenhilfe begleiten, solange es notwendig ist. „Die engmaschige Betreuung ist gerade am Anfang wichtig“, sagt Häfner-Kairo, die sich freut, dass viele der Mietverhältnisse langfristig bestehen bleiben. Auffallend sei die zunehmende Zahl junger Leute, die in den vergangenen Jahren Hilfe suchen: „Den jungen Männern und Frauen fehlen häufig die gesellschaftlichen ‚basics‘ – vom Führen eines Haushalts über das soziale Miteinander bis hin zum Umgang mit bürokratischen Angelegenheiten.“ Der Satz „Wir lassen uns von Menschen berühren“ aus dem Leitbild der Stiftung kreuznacher diakonie gehört zum Credo der Saarländerin, die seit 30 Jahren in Bad Kreuznach wohnt: „Wir gestalten unsere Angebote so, dass sie für die Menschen passen. Das ist für mich der wichtigste Grundsatz.“